Bürgerallianz Deutschland will Erasmus-Europamittel zugunsten einer Starthilfe für Kleinunternehmen

Rund 5 Milliarden Euro fließen nach Schätzung der Bürgerallianz Deutschland aus dem Erasmus+ (Bildungs-Mobilitäts-und Austausch)-Programm der EU 2020 und 2021 pandemiebedingt nicht ab, weil Reisen ins Ausland nicht möglich waren und sind. Die Bürgerallianz spricht sich dafür aus, das Geld umzuschichten und europaweit als Starthilfe für Kleinunternehmen bis 5 Beschäftigte auf Antrag zu vergeben – sobald diese wieder starten können. 

Vorsitzender Steffen Große: „Bei Kleinunternehmen und Selbstständigen kann man schon mit vergleichsweise kleinen Beträgen viel erreichen. Wir wollen, dass unser Lebensalltag zügig in bekannter Weise wieder ins Laufen kommt. Dazu gehört auch die Kultur mit vielen Solo-Unternehmern. Kultur ist „Grundnahrungsmittel“ und kein Luxus.“ 

Das EU-Budget für die Starthilfe soll nach Vorstellungen der Bürgerallianz auf die EU-Mitglieder nach einem Schlüssel aufgeteilt werden, da zu erwarten ist, dass die EU-Mitglieder hinsichtlich der Lockerungen unterschiedlich agieren. "Auch Praktika für Jugendliche in Kleinunternehmen gehören zur Erfolgsgeschichte von Erasmus+. Diese am Leben zu halten, ist eine sinnvolle Mittelumwidmung im Erasmus+-Sinne." 

Ein Ansparen der Jahresbudgets für Erasmus+ für Folgejahre ist wenig sinnvoll, da 2022 erneut Milliardenbeträge zur Verfügung stehen, die in der Größenordnung jährlich kaum abfließen. Das Antragsverfahren ist sehr komplex und Großbritannien hat das Programm verlassen. Im Erasmusprogramm 2021 – 2027 sind mindestens 26 Milliarden Euro eingeplant. Bis 2020 waren es jährlich gut 2 Milliarden Euro. 

Große: „Die EU sollte prüfen, welche weiteren Milliarden schweren Programme pandemiebedingt nicht abflossen. Auch der Reiseetat der EU-Mitarbeiter dürfte pandemiebedingt Reserven haben. Auch dieser gehört in die Starthilfe für Kleinunternehmen.“ 

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