Bürgerallianz für Serienherstellung von Thorium-Reaktoren in Ostsachsen - Prototyp nach Rossendorf

 Große: "Finanzierung aus Mitteln des Bundes für den Strukturwandel zum Kohleausstieg"  

 

In der europäischen und deutschen Debatte zur Deckung des künftigen Strombedarfs schlägt die Bürgerallianz Deutschland mit ihrem Landesverband Sachsen den Bau eines Thorium-Reaktor-Prototypen in Rossendorf vor. Auch die Wiederverwertung von Abfällen und die Kopplung mit Wasserstoffproduktion soll dort bearbeitet werden. Im dortigen Forschungszentrum sei bereits eine breite wissenschaftliche Expertise in der Nuklearen Sicherheitsforschung seit DDR-Zeiten vorhanden. Die Finanzierung könnte beispielsweise aus den umfangreichen Bundesmitteln für den Strukturwandel in der sächsischen Kohleregion und weiteren Forschungsmitteln erfolgen.  

 

Vorsitzender Steffen Große: Nach dem Ausstieg aus der alten Atomenergie und aus der Kohle, werden die erneuerbaren Energien nicht schnell genug ausgebaut werden können und werden den wachsenden Strombedarf in Deutschland - auch durch E-Autos und für die Produktion von sauberem Wasserstoff in größeren Mengen - bei Weitem nicht decken. Zudem sind sie nicht grundlastfähig und nur eingeschränkt schwarzstartfähig. Stundenlange Stromausfälle sind absehbar. Deutschland braucht zudem eine Alternative zum Gas. Keines unserer Nachbarländer geht den derzeitigen deutschen und selbstzerstörerischen Weg in der Energiepolitik mit."*  

 

Thorium-Reaktoren sind billig, sicher und nicht größer als ein Badezimmer. Jüngst hat China, den Bau des ersten Thorium-Reaktors als Prototypen angekündigt. Er soll 2030 - wie Autos - in Serie gehen und auch exportiert werden. Es gibt weltweit ein großes Thorium-Vorkommen. Thorium-Reaktoren versprechen Co2-freien Strom ohne die Gefahr eines Gaus. Statt Uran wird Thorium und Fluoridsalz eingesetzt - beides verflüssigt sich bei 600 Grad. Eines Kühlmittels bedarf es nicht. Bei einer Störung wird kein radioaktiver Dampf freigesetzt; Thorium kühlt ab, kristallisiert und lässt sich einsammeln. Reaktormodule lassen sich zur Wartung einfach austauschen. Die derzeit von China geplanten Mini-Reaktoren erzeugen 100 Megawatt Strom - genug um 100.000 Menschen mit Strom zu versorgen.

 

Die Bürgerallianz mahnt, den Chinesen nicht wieder den technologischen Vortritt zu überlassen. Große: "Deutschland verfügt ebenfalls über immenses Know How. Eine Serienproduktion von Thorium-Reaktoren in Ostsachsen wäre auch für die wegfallenden Arbeitsplätze eine echte Alternative, ein echter Strukturwandel. In Thorium-Reaktoren produzierter Strom sei für die Verbraucher immens billig."  

 

Die Bürgerallianz verweist auf die Kritik aus dem Dresdner ifo-Institut. Vizechef und Ökonom Joachim Ragnitz sagte kürzlich der Nachrichtenagentur dpa, Kommunen nutzten die Fördergelder auch für den Bau von Kindertagesstätten oder um ihre Heimatmuseen zu erneuern, um Touristen anzulocken. Das diene aber nicht unbedingt dem Strukturwandel und trägt nicht lang. Die Bürgerallianz erinnert auch an die Offenheit des sächsischen Ministerpräsidenten für Kernforschung falls die Energiewende scheitert.