Bürgerallianz Sachsen will Überholverbot für Lkw auf 2-spurigen Autobahnen - Brief an Dulig

Wegen schwerer Unfälle mit Lkw bei Überholvorgängen will die Bürgerallianz Sachsen ein Lkw-Überholverbot auf 2-spurigen Autobahnen. Das sei eine Frage der Sicherheit, schreibt Vorsitzender Steffen Große an Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig, und fordert ihn auf, dies in Sachsen umzusetzen und sich bundesweit dafür stark zu machen. Die Partei macht den Minister darauf aufmerksam, dass Lkw-Pkw-Unfälle auf Autobahnen 22,1% aller Lkw-Unfälle ausmachen (lt. Unfallstatistik 2021). Das Risiko bei einem solchen Unfall zu sterben, ist für Pkw-Insassen 4x höher als für Lkw-Insassen.    

Gefährlich sei gerade auf 2-spurigen Autobahnen das plötzliche Ausscheren von Lkw, auf die der nachfolgende Verkehr nicht mehr reagieren oder ausweichen kann.  Mit einem Überholverbot für Lkw nähme die Bürgerallianz gern in Kauf, dass die Autobahnen für Lkw-Transporte danach unattraktiver werden und alternative Transportmöglichkeiten - wie beispielsweise die Schiene - gesucht werden. "Das würde auch helfen, die Umweltbelastung durch Lkw zu senken", so Große.  

In dem Schreiben an Dulig fordert die Bürgerallianz außerdem, das Verkehrsministerium solle in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Güterverkehr der Frage nachgehen, in welchem Umfang die Straßen durch Lkw zu rollenden Lagern missbraucht werden, um Kosten für stationäre Lager zu reduzieren bzw. zu vermeiden.         

https://www.bussgeldkatalog.org/unfallstatistik/