Freistaat Sachsen sollte selbst Impfstoff besorgen

Die Politik hatte versprochen, dass beim Lockdown die Wende zum Normalleben kommt, wenn auch das Impfen beginnt. Die Nachfrage nach Impfterminen ist groß. Seite Ende Dezember wird auch in Sachsen geimpft. Aber es geht viel zu langsam voran und die Terminvergabe ist aus Bürgerallianz-Sicht zu bürokratisch.

Vorsitzender Steffen Große: „Warum verhandelt die Staatsregierung nicht selbst mit Impfstoffherstellern? Sachsen ist ein eigenes Bundesland und Freistaat. Stattdessen müssen wir warten, was Brüssel und Berlin hinbekommen oder auch nicht hinbekommen. Wir hätten selbst Geld für die Beschaffung von Impfdosen.“ 

Verhandelt die Staatsregierung mit dem Dresdner Werk von „GlaxoSmithKline“ wegen einer Impfstoffproduktion und wenn nein, warum nicht? „Jeder Tag, der uns aus der Pandemie führt, ist wertvoll“, so Große. 

GSK ist großer Produzent von Grippe-Impfstoffen. Die Nachfrage danach dürfte gerade geringer oder Null sein. Die Kompetenz und Kapazität, einen Impfstoff gegen Covid zu produzieren, müsste da sein. Die Minister stolpern ja de facto auf dem Weg zum Regierungsviertel über das Dresdner GSK-Werk an der Zirkusstraße. Firmengründer Karl August Lingner gehört zu den großen sächsischen Namen. Man sollte sich an alte Stärken erinnern.